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TamilSelvi News

Thursday, December 10, 2009

Sangam-Literatur Ausgewählte Gedichte

Schönflüglige Biene, die du dein Leben mit der Suche nach Honig verbringst!
Sprich nicht mir nach Wunsch, sondern sag', was wirklich du sahst:
Unter all den Blumen, die du kennst, sind da solche, die so voller Duft sind,
wie der Haarschopf dieser Frau mit den ebenen Zahnreihen,
die mir in ewig währender Liebe verbunden ist, sie mit der Pfauennatur ?
(Kuruntokai 2)

Größer als die Erde, höher als der Himmel,
schwerer zu ergründen als das Wasser,
ist meine Liebe zu ihm, dem Herrn des Landes,
in welchem man aus den schwarz-stengligen Kurinji-Blüten
der Berghänge reichen Honig gewinnt.
(Kuruntokai 3)

Es existiert, in der Tat, diese Welt allein aufgrund der Existenz solcher,
— die, selbst wenn ihnen göttlicher Nektar zuteil würde, diesen nicht im Gedanken an seine Süße allein verzehrten;
— die ohne Haß sind;
— die ohne Trägheit sind;
— die, wohl auch fürchtend, was andere fürchten, dennoch ihr Leben gäben, wenn es Ruhm zu erlangen gilt, die jedoch nicht zugriffen — und könnten sie auch die ganze Welt einnehmen — wenn es mit Schande verbunden wäre;
— die ohne Sorgen sind;
— die, auf diese Weise nun zu berühmten Männern geworden, im eigenen Interesse keine großen Mühen unternehmen, jedoch im Interesse anderer keine Mühe scheuen.
(Purananuru 182)

Nicht Reis ist das Leben! Nicht Wasser ist das Leben!
Der König ist das Leben der großen, weiten Welt!
Daher, zu wissen "Ich bin das Leben!",
ist die Pflicht des Königs, Herr der Armee mit den mächtigen Speeren.
(Purananuru 186)

Sei es Ackerland; sei es Wald;
sei es Flachland; sei es Gebirge;
wo immer gute Menschen sind,
da bist Du gut. Lebe, Erde!
(Purananuru 187)

"Es lebe Atan! Es lebe Avini!
Möge der Reis in zahlreichen Körnern gedeihen! Reichtum sei im Überfluß vorhanden!"
— so wünschte sie, die Dame. Wir hingegen wünschten:
"Es lebe der Herr des Landes der blütenreichen Kanci-Bäume,
der laichenden kleinen Fischchen,
(des Landes,) das reiches Einkommen hat; und auch sein Barde lebe!"
"Es lebe Atan! Es lebe Avini!
Mögen die Reisfelder reifen! Mögen Bittsteller kommen!"
— so wünschte sie, die Dame. Wir hingegen wünschten:
"Mögen die Verbindungen des Herrn über das Land mit den kühlen Gegenden,
wo weiße Wasserlilien sich mit vielblättrigen blauen Lotussen messen,
unaufhörlich zunehmen!"
"Es lebe Atan! Es lebe Avini!
Möge Milch reichlich fließen! Mögen die Pflugochsen zahlreich gedeihen!"
— so wünschte sie, die Dame. Wir hingegen wünschten:
"Möge das Familienleben des Herrn über die Gegend, die reich ist an Blumen,
und wo die Bauern, die gesät haben, mit Reis zurückkehren,
aufblühen!".
"Es lebe Atan! Es lebe Avini!
Mögen die Feinde Gras essen! Mögen die Brahmanen rezitieren!"
— so wünschte sie, die Dame. Wir hingegen wünschten:
"Möge die Brust des Herrn über die fruchtbare Ackergegend
des blühenden Zuckerrohrs und der fruchttragenden Reisfelder
nicht selbst zum Ackerland werden!"
"Es lebe Atan! Es lebe Avini!
Möge Hunger nicht existieren! Möge Leid fernbleiben!"
— so wünschte sie, die Dame. Wir hingegen wünschten:
"Möge der Wagen des Herrn über die kühle Gegend,
in welcher männliche Krokodile ausgewachsene Fische fressen,
vor unserem Fronttor halten!"
"Es lebe Atan! Es lebe Avini!
Mögen die Feinde des Königs zugrunde gehen! Möge er viele Jahre leben!"
— so wünschte sie, die Dame. Wir hingegen wünschten:
Möge der Herr der kühlen Region,
in welcher die Lotusblüten in ausgedehnten Teichen aufblühen,
sie heiraten; und möge unser Vater sie ihm geben!"
"Es lebe Atan! Es lebe Avini!
Möge die Gerechtigkeit gedeihen! Möge alles andere verderben!"
— so wünschte sie, die Dame. Wir hingegen wünschten:
"Möge der Herr der kühlen Region,
in welcher Kraniche mit ihren Jungen auf dem Marutu-Baum
mit den fibrigen Blüten sitzen,
sie in seine Heimatstadt mitnehmen!"
"Es lebe Atan! Es lebe Avini!
Möge er die Herrschaft in rechter Art und Weise ausführen! Möge es keine Dieberei geben!"
— so wünschte sie, die Dame. Wir hingegen wünschten:
"Möge der Schwur des Herrn über die blumenreiche Gegend,
in welcher geschmückte Pfauen
auf den schwingenden Zweigen der Mango-Bäume sitzen,
hier wahr werden!"
"Es lebe Atan! Es lebe Avini!
Gutes möge reichlich gedeihen! Böses möge vergehen!"
— so wünschte sie, die Dame. Wir hingegen wünschten:
"Die Liebesbeziehung des Herrn über die kühle Gegend,
in welcher Karpfen fressende Störche
auf Strohhaufen wohnen,
möge nicht zum Gerede werden!"
"Es lebe Atan! Es lebe Avini!
Möge Regen heftig fallen! Möge die Fruchtbarkeit in reichem Maße gedeihen!"
— so wünschte sie, die Dame. Wir hingegen wünschten:
" Möge der Herr der kühlen Gegend,
mit den blühenden Mangobäumen und den riechenden kleinen Fischen,
sie mit sich nehmen!"
(Ainkurunuru, Erste Dekade)

Tiefdunkle Mitternacht. Die Worte ausgelöscht
ruhen sanft die Menschen. Sorglos
schläft die ganze weite Welt.
Einzig ich, ach!, fand keinen Schlaf.

(Kuruntokai 6)

Ich hier — und meine Unschuld,
samt unendlicher Liebespein, im Hain am Meer.
Er aus der Hafenstadt zurückgekehrt in seinen Heimatort.
Und das Geheimnis als Gerede auf den öffentlichen Plätzen ...
(Kuruntokai 97)

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